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Am 9. Juni 2026 veröffentlichte Bungie mit „Monument of Triumph“ (Update 9.7.0) das finale Live-Service-Update für Destiny 2. Der Schritt markiert das Ende einer Ära: Nach mehr als neun Jahren, fünf großen Erweiterungen und zahlreichen Seasons stellt der Entwickler die aktive Content-Entwicklung für seinen Milliarden-Hit ein. Wie Bungie in einem Blog-Beitrag Ende Mai bekannt gab, werden alle geplanten Zukunftserweiterungen gestrichen – das Spiel geht in den dauerhaften Wartungsmodus. Die Ankündigung war der Schlusspunkt einer jahrelangen Talfahrt, die das Studio an den Rand des Abgrunds brachte.
Vom Höhepunkt in die Krise
Der Weg zum Ende war paradox. Im Juni 2024 feierte Destiny 2 mit The Final Shape den Abschluss der Light-and-Darkness-Saga – und einen der größten Erfolge der Seriengeschichte. Die Erweiterung erreichte Rekordspielerzahlen. Unter dem Codenamen Frontiers kündigte Bungie ein neues Content-Modell mit zwei Erweiterungen pro Jahr an: Apollo für Sommer 2025 und Behemoth für Winter 2025.
Doch dann kam das Portal-Update, das in der Community katastrophal ankam. Neue Mod-Systeme, umstrittene Balance-Änderungen und eine verwirrende Item-Wirtschaft trieben Tausende Spieler in die Abwanderung. Hinzu kam ein sechsmonatiger Content-Gap. PC Gamer schrieb damals: „Als hätte Bungie mit einem Jahr Arbeit systematisch jedes Vertrauen verspielt.“
Monument of Triumph – Das größte QoL-Update aller Zeiten
Das finale Update fährt noch einmal sämtliche Geschütze auf: Monument of Triumph umfasst über 1.400 Einzeländerungen auf 71 Seiten Patch Notes. Zu den Highlights zählen Legendary Marks als neue Währung mit vier Tenet-Händlern im Turm, Armor 3.0 mit Set-Boni für alle Raid- und Dungeon-Rüstungen sowie die dauerhafte Rückkehr der Sparrow Racing League. Hinzu kommen Pantheon 2.0, 300 zusätzliche Vault-Plätze, acht Loadout-Slots und ein entschlacktes Portal-System.
Die bittere Ironie: Wie PC Gamer treffend bemerkt, ist Monument of Triumph „das beste Qualitätsupdate, das Destiny 2 je bekommen hat – und gleichzeitig das letzte“.
Marathon, Sony und die verlorenen Jahre
Sony hatte Bungie 2022 für 3,6 Milliarden Dollar übernommen. In den folgenden Jahren wurden Hunderte Destiny-Entwickler zu Marathon versetzt – einem Extraction-Shooter, der enttäuschend startete. Forbes-Journalist Paul Tassi bringt es auf den Punkt: „Die Verlagerung des Fokus war ein enormer Faktor.“ Sony verbuchte Wertberichtigungen von 765 Millionen Dollar auf die Bungie-Übernahme. Ein Destiny 3 ist nicht in Entwicklung.
Letzte Patches vor der Eiszeit
Am 23. Juni 2026 veröffentlichte Bungie einen Hotfix gegen mehrere game-breaking Bugs. Laut Forbes ist die Anzahl künftiger Hotfixes streng begrenzt. Danach gibt es kein Support-Team mehr für Destiny 2.
Fazit – Das Ende einer Ära
Destiny 2 bleibt spielbar, die Server laufen weiter. Doch ohne neue Inhalte wird die Community verklingen. Was bleibt, ist die Erinnerung an eines der ambitioniertesten Live-Service-Spiele aller Zeiten – und eine Lektion darüber, wie schnell ein Studio fallen kann. Für die Millionen Destiny-Spieler endet eine Reise, die über ein Jahrzehnt geprägt hat – nicht mit einem Knall, sondern mit einem monumentalen Update.
Quellen
Bungie.net: „Destiny 2: Every End is a New Beginning“
Forbes / Paul Tassi: „The End Of Destiny 2: All Expansions Canceled“
Forbes / Paul Tassi: „Destiny 2 Scrambles To Patch Game-Breaking Bugs“
PC Gamer / Phil Savage: „Destiny 2’s biggest QoL update is the one that ends the game“
Bungie.net: „Monument of Triumph is now live“
Bungie.net: „Update 9.7.0 Patch Notes“