Hinweis: KI-gestützter Inhalt
Bei der Erstellung dieses Beitrags/Artikels wurde Künstliche Intelligenz hinzugezogen. Die Inhalte wurden vom Autor verfasst, bearbeitet und weitestgehend auf Richtigkeit geprüft. Weitere Informationen in unserem Code of Conduct.
Anfang Juni 2026 sorgte ein Bericht des US-Magazins WIRED für Aufsehen: In der App „Meta AI", die als zentrale Begleit-App für Metas Smart Glasses von Ray-Ban und Oakley dient, fanden sich Codeteile für ein bislang nicht angekündigtes Gesichtserkennungssystem. Wie Engadget berichtete, reagierte Meta ungewöhnlich schnell: Nur einen Tag nach Veröffentlichung des Berichts entfernte der Konzern den entsprechenden Code per App-Update wieder. Auch die Bürgerrechtsorganisation Electronic Frontier Foundation (EFF) bestätigte den Vorgang und ordnete ihn als „Sieg" für den Datenschutz ein.
Der Fund: Ein Code-Name verrät die Pläne
Laut PetaPixel, das sich auf den WIRED-Bericht beruft, trug das System intern den Namen „Name Tag". Bereits im Februar 2026 hatte die New York Times aus einem internen Memo berichtet, Meta arbeite an einer Gesichtserkennung für seine Smart Glasses. Demnach prüften die Entwickler zwei Varianten: eine, die nur Personen erkennt, die bereits mit dem Nutzer auf Meta-Plattformen verbunden sind, und eine zweite, die theoretisch jede Person mit einem öffentlichen Social-Media-Konto identifizieren könnte. Im April 2026 forderten daraufhin mehr als 70 Bürgerrechts- und Datenschutzorganisationen Meta auf, von diesen Plänen abzurücken, wie PetaPixel weiter berichtete.
So hätte „Name Tag" funktioniert
Am 4. Juni veröffentlichte WIRED den eigentlichen Fund: ruhenden, aber vollständig implementierten Code für genau dieses System. Laut dem Bericht, auf den sich sowohl Engadget als auch die EFF beziehen, wandelte die Software Fotos von Gesichtern in sogenannte „Faceprints" um – biometrische Signaturen, die auf dem Gerät gespeichert und mit neuen Aufnahmen abgeglichen werden sollten. Gesichter, die das System nicht zuordnen konnte, wurden zugeschnitten, indiziert und lokal für eine spätere Verarbeitung abgelegt. Die EFF erklärte, ihr „Threat Lab" habe die Funde durch eine eigene Code-Analyse bestätigt.
Metas Reaktion: Löschen statt erklären
Mit den Ergebnissen konfrontiert, bestritt Meta gegenüber WIRED zunächst, an einer Gesichtserkennung zu arbeiten. Andy Stone, Vizepräsident für Kommunikation bei Meta, erklärte laut PetaPixel, es handle sich lediglich um einen explorativen Test, und es sei „keine endgültige Entscheidung getroffen worden, was – wenn überhaupt – damit geschehen solle". Auf zehn konkrete Nachfragen von WIRED, etwa ob bereits eine Datenbank mit Gesichtsprofilen existiere oder ob gespeicherte biometrische Daten an Meta-Server übertragen würden, reagierte der Konzern laut PetaPixel nicht. Nur einen Tag später, am 5. Juni, veröffentlichte Meta dennoch ein Update, das laut EFF „praktisch alle Spuren" des Gesichtserkennungssystems aus der App entfernte – inklusive der Mechanismen für „Person erkannt"-Benachrichtigungen und der Datenbanken für biometrische Signaturen.
Kontext: Der Druck auf die Meta-Brillen wächst
Der Vorfall reiht sich in eine längere Liste von Kontroversen um die Meta-Brillen ein. Die EFF erinnerte in ihrem Beitrag daran, dass Meta bereits einmal eine Gesichtserkennung – damals für Facebook-Fotos – aufgegeben hatte, allerdings erst nachdem ein Vergleich in einer Sammelklage nach dem Biometriegesetz des US-Bundesstaats Illinois (BIPA) den Konzern teuer zu stehen kam. Aus Sicht der Organisation zeigt der schnelle Rückzug deshalb vor allem, wie sensibel Meta derzeit auf öffentlichen Druck reagiert – nicht, dass der Konzern grundsätzlich von der Technologie abrücke. Engadget verweist zudem auf frühere Vorfälle rund um die Brillen, darunter Berichte über Belästigungen durch Nutzer sowie eine Sammelklage vom März wegen des Verdachts, mit den Brillen aufgenommenes Material sei von externen Arbeitskräften ausgewertet worden.
Fazit
Dass Meta binnen 24 Stunden auf einen kritischen Bericht reagiert und entsprechenden Code entfernt, ist ungewöhnlich schnell – und zeigt, wie unangenehm dem Konzern das Thema Gesichtserkennung derzeit ist. Bestätigt ist damit aber nur, dass die getestete Funktion aus der aktuellen App-Version verschwunden ist, nicht jedoch, dass die Idee endgültig vom Tisch ist: Laut WIRED hat sich Meta bislang nicht dazu geäußert, ob „Name Tag" in anderer Form zurückkehren könnte. Für Besitzer von Ray-Ban Meta und Oakley Meta bleibt damit vor allem eine Erkenntnis: Wer Wert auf Privatsphäre legt, sollte App-Updates und Berechtigungen seiner Smart Glasses im Blick behalten – die Debatte um Kameras am Kopf dürfte mit den weiteren Brillen-Modellen, die Meta für den Rest des Jahres 2026 plant, eher zu- als abnehmen.