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Mit der Vorstellung des Google Pixel 11 am 12. August 2026 hat Google einen strategischen Bruch endgültig besiegelt: In der neuen Pixel-Generation steckt kein einziges Halbleiter-Bauteil mehr von Samsung. Der custom Tensor G6 Chip wird bei TSMC gefertigt, das zellulare Modem stammt von MediaTek. Laut SamMobile markiert das Pixel 11 den Moment, in dem Google Samsung auf der kompletten Hardware-Ebene hinter sich lässt.

Das letzte Samsung-Bauteil fällt

Die Pixel-11-Serie verwendet das MediaTek M90 Modem anstelle des Samsung Exynos 5400, das noch im Pixel 10 und Pixel 9 zum Einsatz kam. FCC-Filings aus dem Juli 2026 hatten den Wechsel bereits Wochen vor der offiziellen Vorstellung bestätigt, wie Android Headlines berichtete. Google selbst schreibt auf dem Google Store, das neue Modem sei “reliable, faster, and more power efficient” – eine deutliche Ansage gegenüber dem vorherigen Samsung-Lösung.

TSMC statt Samsung Foundry

Der Tensor G6, Googles custom SoC für KI und maschinelles Lernen, wird bei TSMC im 3-Nanometer-Verfahren gefertigt. Bereits der Tensor G5 im Pixel 10 war der erste komplett TSMC-gefertigte Chip, doch er setzte noch auf das Samsung Exynos Modem. Mit dem Pixel 11 erfolgt nun der vollständige Bruch: Sowohl Prozessor-Fertigung als auch Modem stammen aus anderen Händen. TSMC ist dafür bekannt, höhere Ausbeuten und bessere Energieeffizienz zu liefern als Samsung Foundry – auch zu einem höheren Preis.

Warum jetzt der Bruch?

Samsungs Exynos-Modems hatten über mehrere Generationen mit Problemen zu kämpfen. Die frühen Tensor-Generationen litten unter schlechter Netzperformance, übermäßigem Akku-Verbrauch und Überhitzung, wie 9to5Google dokumentierte. Erst mit Tensor G3 (Pixel 8) hatte Google die gröbsten Probleme in den Griff bekommen, doch das Vertrauen in Samsungs Modem-Sparte war offenbar nachhaltig beschädigt. Die Wahl von MediaTek – einem etablierten Modem-Hersteller mit eigener 5G-Technologie – signalisiert, dass Google hier keine Kompromisse mehr eingehen will.

Software-Partnerschaft bleibt intakt

Trotz des Hardware-Bruchs arbeiten Samsung und Google auf Software-Ebene enger zusammen denn je. Samsungs Galaxy-Geräte sind die wichtigsten Botschafter für Googles Gemini-KI-Features. Die beiden Unternehmen entwickeln gemeinsam die Android-XR-Plattform: Samsungs upcoming Smart Glasses setzen auf Google-Software, und der Galaxy-XR-Headset basiert auf Android XR. Wie SamMobile analysiert, ist Google „increasingly willing to work with Samsung where Samsung gives it access to a market, but less willing to use Samsung simply because the two companies have history.“

Warnsignal für Samsungs Foundry-Geschäft

Der Verlust von Google wiegt schwerer als ein einzelner Auftrag. In der Halbleiterindustrie geht es nicht nur um aktuelle Umsätze, sondern darum, Technologie in zukünftige Produkte zu integrieren. Einmal zu einem anderen Zulieferer gewechselt, ist die Rückkehr erfahrungsgemäß schwierig. Samsungs Foundry-Sparte hat zwar nachweislich Fortschritte bei 2-Nanometer-Yields gemacht und gewinnt große AI-Aufträge im Speicherbereich, doch im Consumer-Silicon verliert das Unternehmen strategische Partner. Google ist kein Einzelfall: Auch Apple hat Samsungs Foundry bereits vor Jahren den Rücken gekehrt.

Ein strategischer Wendepunkt

Die Tensor-Partnerschaft war einmal das Vorzeigeprojekt der Samsung-Google-Allianz – Samsung fertigte die Chips, mit denen Google seine KI-Ambitionen auf Geräten umsetzen wollte. Dass Google diese Beziehung nun komplett auflöst, zeigt: Auch langjährige Allianzen schützen keine Aufträge, wenn die technische Leistung nicht stimmt. Samsungs 2-Nanometer-Fortschritte reichen offenbar nicht aus, um Google zurückzuholen. Für Samsungs Halbleiter-Division bedeutet das eine ungemütliche Lektion – Partner zu sein, ist nicht dasselbe wie unverzichtbar zu sein.