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Seit der Ankündigung im November 2025 hat Valve drei neue Hardware-Produkte in Aussicht gestellt: den Steam Controller, die Steam Machine und das VR-Headset Steam Frame. Sieben Monate später ist vor allem eines klar – die Nachfrage übersteigt selbst Valves kühnste Erwartungen, die Produktion hinkt hinterher, und die Preisfrage für die größeren Geräte bleibt offen. Ein Überblick über den Stand der wichtigsten Gaming-Hardware des Jahres 2026.

Steam Controller – ein kommerzieller Erfolg mit Warteliste

Der mit 99 US-Dollar bepreiste Steam Controller der zweiten Generation ist seit Mai 2026 erhältlich. Valve bestätigte den Preis im April 2026 und startete den Verkauf wenig später. Die Nachfrage war so hoch, dass der Controller kurz nach Verkaufsstart ausverkauft war und Valve ein Reservierungssystem einführte.

Wie The Verge am 18. Juni 2026 berichtete, zeigt das System nun eine von drei Lieferzeiträumen an: September 2026, Dezember 2026 oder 2027. Wer heute eine Reservierung aufgibt, erhält laut Valve eine Prognose, die auf eine Lieferung im Jahr 2027 hindeutet. Das Unternehmen verspricht jedoch: „Wir haben nicht vor, die Produktion des Steam Controllers einzustellen.“ Das deutet darauf hin, dass Valve mit dem Gerät langfristig plant – und mit einer weiterhin hohen Nachfrage rechnet.

Der Controller bietet im Vergleich zum Vorgänger Dual Joysticks, ein D-Pad, vier Tasten an der Rückseite sowie ein verbessertes Gyroskop und Trackpads. Das Fazit der ersten Tests fällt positiv aus.

Steam Machine – sechsfache Leistung, noch kein Preis

Die Steam Machine ist eine kompakte, würfelförmige Konsole, die sechsmal so leistungsstark sein soll wie das Steam Deck. Laut TechPowerUp arbeitet in dem Gerät ein semi-custom AMD Zen 4 Prozessor mit RDNA 3.5 Grafik, kombiniert mit 16 GB DDR5 Arbeitsspeicher und 8 GB GDDR6 VRAM. Verfügbar sein soll sie mit 512 GB oder 2 TB SSD-Speicher. Valve behauptet, die Konsole übertreffe 70 Prozent der aktuellen Gaming-PCs.

Anders als der Controller ist die Steam Machine bislang nicht erschienen. Valve verschob den Release von „early 2026“ auf den Sommer 2026. Der Grund: eine anhaltende Komponentenkrise. Indes brodelt die Gerüchteküche um den Preis. Laut PC Gamer liegen die geschätzten Komponentenkosten bei rund 425 US-Dollar. Geeky Gadgets prognostiziert einen Preisrahmen zwischen 500 und 1000 US-Dollar, abhängig von der Ausstattung.

Ein Datum für eine offizielle Preisbekanntgabe steht noch aus, doch Insider spekulieren über eine Ankündigung Ende Juni mit zeitnahem Verkaufsstart.

Steam Frame – VR-Headset für Enthusiasten

Das VR-Headset Steam Frame richtet sich an Virtual-Reality-Enthusiasten. Wikipedia zufolge setzt Valve hier auf einen Qualcomm Snapdragon 8 Gen 3 und 16 GB LPDDR5X RAM. Die Displays bestehen aus zwei LC-Panels mit einer Auflösung von 2160 × 2160 Pixeln pro Auge. Die Bildwiederholrate liegt zwischen 72 und 144 Hertz, wobei 144 Hertz experimentell sind.

Der Frame soll mit 256 GB oder 1 TB Speicher erscheinen und voraussichtlich ebenfalls im Sommer 2026 auf den Markt kommen. Der Preis ist nicht bekannt, dürfte aber aufgrund der verbauten Technik im Premiumsegment liegen. Insbesondere die jüngsten Preiserhöhungen beim Steam Deck – das 1-TB-Modell kostet inzwischen 949 US-Dollar – lassen laut Road to VR vermuten, dass auch der Steam Frame teurer wird als ursprünglich erwartet.

Ein klares Signal: Steam-Betriebssystem und Importe

Dass es mit den Geräten ernst wird, zeigt ein Blick auf die Vorbereitungen von Valve. Das Unternehmen veröffentlichte vor wenigen Tagen SteamOS 3.8, das die Steam Machine explizit unterstützt. Gleichzeitig startete Valve ein Verified-Programm für Steam Machine und Steam Frame. Und The Verge berichtete von vermehrten Hardware-Importen in die USA.

All dies deutet darauf hin, dass Valve die Produktion hochfährt und der Launch unmittelbar bevorstehen könnte. Ein offizielles Datum für die Steam Machine fehlt jedoch noch – die letzte offizielle Aussage von Valve lautete, dass das Gerät im Sommer 2026 erscheinen soll.

Valves bislang wichtigstes Hardware-Jahr

2026 ist für Valve das Jahr der Wahrheit im Hardware-Geschäft. Der Steam Controller beweist, dass die Nachfrage nach physischen Steam-Produkten enorm ist – eine Warteliste bis 2027 spricht Bände. Die Steam Machine könnte, sollte der Preis stimmen, zu einer ernsthaften Alternative für Konsolen von Sony und Microsoft werden. Der Steam Frame wiederum adressiert eine Nische, die Valve mit dem Index selbst definiert hat.

Entscheidend wird sein, ob Valve die Produktionsengpässe in den Griff bekommt und ob der Preis der Steam Machine niedrig genug ist, um preisbewusste Spieler zu überzeugen. Der Controller ist ein erster Erfolg, die eigentliche Bewährungsprobe kommt mit der Konsole und dem VR-Headset. Das Wohnzimmer ist das nächste Schlachtfeld der Spieleindustrie – und Valve hat sich gut positioniert.