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Das Produkt wurde uns von der Firma eufy zur Verfügung gestellt. Unsere Meinung ist jedoch völlig uneingeschränkt!

Dies ist kein klassisches Langzeit-Review, sondern ein QuickCheck. Kurze Testphase, erster Eindruck. Und ich finde, bei Überwachungskameras, die einfach funktionieren sollen, braucht es manchmal gar nicht mehr.

Was ist die C-Series überhaupt?

eufy ist eine Tochtermarke von Anker und positioniert sich seit Jahren als Alternative zu Amazons Ring und Blink sowie Tapo oder Arlo, mit einem klaren Versprechen: kein Monatsabo, lokale Speicherung, volle Kontrolle. Das „C” in der „C-Series” steht laut eufy für „Convenient”, „Capable” und „Cost-Saving”, also „Bequemlichkeit”, "Kompetenz" und „Kosteneinsparung”. Nettes Marketing. Schauen wir, ob das auch in der Praxis stimmt.

Die drei Kameras bedienen ganz unterschiedliche Szenarien und es ergibt Sinn, sie gemeinsam anzuschauen. Die C37 ist der klassische Solar-Außenposten, die C35 der flexible Allrounder für drinnen und draußen und die C31 der günstige Dauerwächter mit Kabelanschluss. Preislich bewegen wir uns zwischen 60 Euro für die C31 als Einzelkamera, 90 Euro für die C35 und knapp 100 Euro für die C37, das sind jeweils Solo-Preise ohne HomeBase Mini. Was die HomeBase Mini ist und warum sie interessant sein könnte, dazu kommen wir später noch ausführlicher. Kurz gesagt: Sie ist nicht zwingend nötig, schaltet aber deutlich mehr Features frei.

eufyCam C37: Der Solar-Wächter fürs Außengelände

Beginnen wir mit dem Flaggschiff der Serie, der eufyCam C37. Im Lieferumfang sind die Kamera selbst, ein Solar-Panel, ein zwei Meter langes Verbindungskabel, ein Montageset und eine Kurzanleitung enthalten. Was fehlt, ist eine microSD-Karte. Ohne diese speichert die Kamera im Standalone-Betrieb gar nichts, was beim Kauf unbedingt berücksichtigt werden muss.

Das Besondere an dieser Outdoor-Kamera ist das Konzept des Solar-Panels: Es ist vom Kamerakörper getrennt und wird über das Verbindungskabel mit diesem verbunden, um den internen Akku zu laden. Das klingt erst einmal umständlicher, als es ist. In der Praxis ist es nämlich richtig clever: Ich kann die Kamera im optimalen Blickwinkel montieren und das Solar-Panel unabhängig davon ausrichten, wo die Sonne hinkommt. So muss ich keinen Kompromiss mehr zwischen Kamerawinkel und Ladeeffizienz machen. Das macht eufy besser als viele Konkurrenten, die Panel und Kamera fest zusammenbauen.

Technisch hat die Kamera einiges zu bieten: eine 2K-Auflösung mit 2304 x 1296 Pixeln, einen Schwenkbereich von 360 Grad horizontal und 70 Grad vertikal sowie einen 6700-mAh-Akku. Laut eufy reichen 2,5 Stunden direktes Sonnenlicht pro Tag, um die Kamera dauerhaft am Laufen zu halten. Bei schlechtem Wetter soll der Akku alleine bis zu 45 Tage durchhalten. Ob das wirklich stimmt, müsste man über Monate testen, aber die Theorie klingt solide, wenn man das Solar-Panel vernünftig ausrichtet. Natürlich kann man aber auch die Kamera jederzeit abnehmen und mittels USB-C "normal" aufladen.

Das Pan-and-Tilt-System dreht die Kamera per KI-Verfolgung automatisch mit. Menschen, Autos und Tiere werden erfasst. Mit dem vorhin genannten großen Schwenkbereich hat die Kamera dabei kaum blinde Flecken. Bei Nacht aktiviert sich ein Spotlight, das die Szene in voller Farbe ausleuchtet und ungebetene Gäste durchaus überraschen kann. Das ist ein wichtiger Unterschied zu den Modellen C35 und C31, die ohne Spotlight auskommen und trotzdem ein farbtreues Nachtsichtbild liefern. Wie das funktioniert, erkläre ich später. Es gibt natürlich auch einen Infrarot-Nacht-Modus ohne Spotlight.

Das Setup war schnell erledigt: Eufy-App öffnen, QR-Code scannen, fertig. Die Bildqualität macht im ersten Eindruck einen guten Job, auch nachts und auch wenn sich die Kamera dreht.

Einen Punkt muss ich aber ansprechen: Die C37 unterstützt keinen 24/7-Dauerbetrieb, sondern nimmt ausschließlich bei Bewegungsereignissen auf – selbst wenn sie an die HomeBase Mini angeschlossen ist. Für die reine Außenüberwachung ist das meistens ausreichend, aber wer lückenlose Aufzeichnungen benötigt, muss das wissen.

Kurzes Fazit zur C37: Wer outdoor dauerhaft und ohne Kabel überwachen will und den Solar-Ansatz schätzt, bekommt hier ein rundes Paket. Knapp 100 Euro ohne Speicherkarte sind fair, aber kein Schnäppchen. Und wer eufy ein bisschen kennt, weiß, dass die Produkte gerne mal zum Prime Day oder Black Friday etwas günstiger werden – garantieren kann ich das allerdings nicht.

eufyCam C35: Der Verwandlungskünstler

Weiter zur C35. Im Lieferumfang sind die Kamera, ein Magnetmount, ein Schraubset und eine Kurzanleitung enthalten. Auch hier ist keine microSD-Karte enthalten, die aber auch hier notwendig ist.

Die C35 ist mein persönlicher Favorit aus dieser Serie, da sie unglaublich flexibel ist. Die Kamera ist mit 9 Zentimetern Höhe sehr kompakt und lässt sich magnetisch, per Schraube oder einfach hingestellt an so ziemlich jedem Ort befestigen. Es wird keine Bohrmaschine oder Werkzeug benötigt. Das ist ein echter Vorteil für Mieter oder alle, die die Kamera öfter umstellen möchten.

Die Auflösung beträgt 1080p, also kein 2K wie beim großen Bruder. Das merkt man bei genauem Hinschauen, aber für die meisten Alltagsszenarien reicht 1080p vollkommen aus. Der Sensor hat eine f/1.2-Blende, die besonders viel Licht durchlässt. Deshalb liefert die Kamera nachts auch ohne Spotlight ein farbtreues, brauchbares Bild.

Auch die C35 nimmt nur ereignisbasiert auf, ein 24/7-Betrieb ist nicht möglich. Das liegt schlicht daran, dass sie eine Batterie hat, eine Daueraufnahme würde den Akku in kürzester Zeit leeren. Zur Akkuleistung kann ich nach diesem kurzen Test noch nichts Abschließendes sagen. Was ich aber so gelesen habe, klingt vielversprechend: Nach etwa zwei Monaten Betrieb mit rund zehn Ereignissen täglich sollen noch rund 70 Prozent Akku übrig sein. Das wäre wirklich stark, aber das lässt sich erst nach Monaten wirklich beurteilen.

Kurzes Fazit zur C35: Sie ist die flexibelste der drei. Sie ist für alle geeignet, die keine feste Installation wollen, die sie innen wie außen einsetzen möchten und auf 24/7-Aufnahme verzichten können.

Wired Cam C31: Der günstige Dauerwächter

Weiter geht es mit der C31: Im Lieferumfang sind die Kamera, ein Montageset, ein wasserfestes Netzkabel und eine Kurzanleitung enthalten. Und, ihr ahnt es, keine microSD-Karte.

Die C31 ist mit 60 Euro die günstigste der drei. Ihr entscheidender Vorteil ist das Kabel. Da sie immer Strom zieht, läuft sie im echten 24/7-Modus und nimmt lückenlos auf. Wer eine Einfahrt, einen Eingangsbereich oder ein Zimmer dauerhaft im Blick haben möchte, für den ist diese Kamera die richtige Wahl. Sie ist IP66-zertifiziert und somit auch für den Außenbereich geeignet, sofern ein Kabel verlegt werden kann oder eine Steckdose in der Nähe ist.

Zu den technische Daten: auch hier haben wir 1080p, 130-Grad-Sichtfeld, Pan-and-Tilt mit 360 Grad horizontal und 70 Grad Neigung. Wie die C35 setzt sie auf PureColor Vision ohne Spotlight, also das, was ich gleich erklären werde. Was die C31 aber als Einzige der drei kann, ist Geräuscherkennung: Babyweinen und laute Umgebungsgeräusche werden erkannt und lösen sofort eine Push-Benachrichtigung aus. Das macht sie zu einer überraschend vielseitigen Option, die auch als Babymonitor funktioniert, und das für nur 60 Euro.

Außerdem ist das Design anders als bei den anderen beiden. Die Kamera hat kleine seitliche Flügel und erinnert ein bisschen an eine Eule oder eine Figur aus einem Animationsfilm. Eufy bietet sogar eigene Skins an, zum Beispiel mit einem Hunde-Motiv. Das Modell passt eher ins Kinder- oder Wohnzimmer als an die Hauswand, aber das ist Geschmacksache.

Kurzes Fazit zur C31: Für 60 Euro bekommt man eine 24/7-Aufnahme, Pan & Tilt und Geräuscherkennung. Das ist das beste Preis-Leistungs-Verhältnis der drei Kameras, vorausgesetzt, man hat einen Stromanschluss in der Nähe.

Nachtsicht

Damit sind wir bei der Nachtsicht. Die C35 und C31 nutzen eufys PureColor-Vision-Technologie für Farb-Nachtsicht ohne Infrarot und ohne Spotlight. Anstelle des typischen Graubilds klassischer Nachtkameras liefert sie ein farbiges Bild, das allerdings etwas dunkler ist, und das ganz ohne störendes Licht. Ideal für drinnen: Wer einen Hund, ein Kind oder einen Raum beobachten möchte, ohne jedes Mal das Licht zu aktivieren, für den ist diese Funktion ideal. Und wer es doch heller möchte, kann das Spotlight zusätzlich dazuschalten.

Die C37 funktioniert hier anders: Sie zeigt Farbbilder bei Nacht nur mit aktiviertem Spotlight. Das Bild ist dann heller und detailreicher, allerdings wird dafür immer das Licht benötigt. In sehr dunklen Außenbereichen ist das ein klarer Vorteil hinsichtlich Abschreckung und Bildschärfe. Die C35 und C31 sind die flexiblere Wahl, da sie sowohl leise ohne Licht beobachten als auch bei Bedarf aktiv beleuchten können.

Das HomeBase Mini-System

Ich habe die HomeBase Mini bereits mehrfach erwähnt, es wird Zeit, das zu erklären. Alle drei Kameras können eigenständig per WLAN laufen, ohne dass ein Hub benötigt wird. In diesem Fall wird eine microSD-Karte direkt in der Kamera benötigt. Die HomeBase Mini ist eufys kleiner Netzwerk-Hub, der als Zentrale für bis zu zehn Geräte dient. Mit ihr kommen KI-Gesichtserkennung, kameraübergreifendes Tracking und bis zu einem Terabyte Speicher via microSD-Erweiterung dazu, und das alles ohne Monatsgebühr. Aber diese HomeBase Mini ist ein optionales Zubehör, was bei mehreren Kameras sinnvoll sein könnte.

Was alle drei gemeinsam haben

Ansonsten teilen sich alle drei einige wichtige Gemeinsamkeiten: KI-Erkennung für Menschen, Tiere und Fahrzeuge, Wetterschutz nach IP-Standard, lokale Speicherung ohne Abo und Kompatibilität mit Alexa und Google Assistant. Was nicht geht: Apple HomeKit. Wer tief im Apple-SmartHome-Ökosystem steckt, schaut hier leider in die Röhre. Trotzdem können die Kameras natürlich über die eufy App auf Apple-Geräten verwendet werden.

Die eufy App

Und damit kommen wir zur eufy-App, denn sie ist bei einem Kamerasystem genauso wichtig wie die Hardware selbst.

Nach dem Öffnen der App gelangt man direkt zu einer Übersicht aller verbundenen Kameras, jeweils mit dem zuletzt aufgezeichneten Standbild. Von dort gelangt man mit einem Tipp direkt in die Liveansicht. Bei den schwenkbaren Kameras kann man dort einfach in eine Ecke des Bildes tippen oder das Bild ziehen und die Kamera folgt. Zudem gibt es eine Zwei-Wege-Kommunikation, eine Sirene, die Möglichkeit, Screenshots zu machen, sowie eine manuelle Aufzeichnungsfunktion, alles direkt aus der Liveansicht heraus.

eufy-App Kameraübersicht

In den Einstellungen lässt sich die Bewegungserkennung sehr feingranular konfigurieren. Empfindlichkeit, Erkennungstyp, Aktivitätsbereiche und Cliplänge, es ist wirklich alles dabei. Besonders gut gefällt mir der Live-Testmodus, bei dem man sich einfach selbst vor die Kamera stellt und direkt sieht, ob und wie schnell die Erkennung anspricht. Das ist deutlich praktischer, als blind irgendwelche Schieberegler zu verstellen.

eufy-App Bewegungserkennung

Für die Akkukameras C37 und C35 gibt es außerdem einen Energiemanager. Dieser zeigt nicht nur den aktuellen Akkustand, sondern auch eine kleine Erkennungsstatistik: Wie lange die Kamera bereits läuft, wie viele Ereignisse erkannt wurden und wie viele Aufzeichnungen stattgefunden haben. Hier wählt man auch den Betriebsmodus: Bei optimaler Akkulaufzeit werden Clips auf 20 Sekunden begrenzt, bei optimaler Überwachung sind bis zu 60 Sekunden möglich und im manuellen Modus lässt sich beides frei einstellen. Das ist die Einstellung, bei der man sich wirklich Gedanken machen sollte. Ich persönlich lasse das auf optimale Akkulaufzeit.

eufy-App Energiemanager

Auch die Datenschutzzonen, der Nachtsichtmodus, die Push-Benachrichtigungen und die Audioeinstellungen lassen sich pro Kamera individuell anpassen. Die Datenschutzzonen sind dabei besonders praktisch, da sich damit Bereiche im Bild mit schwarzen Feldern digital abdecken lassen. In Deutschland ist das bei Teilen des Nachbargrundstücks oder einer öffentlichen Straße im Sichtfeld nicht nur sinnvoll, sondern auch erforderlich.

eufy-App Datenschutzonen

Den Nachtsichtmodus kann man ebenfalls manuell steuern. Je nach Kamera kann man zwischen Infrarot, PureColor Vision oder Spotlight wählen. Das ist vor allem dann relevant, wenn die Kamera in einem Bereich betrieben wird, in dem bewusst kein Licht aktiviert werden soll, oder wenn bei Dunkelheit maximale Bildschärfe benötigt wird.

Bei den Push-Benachrichtigungen lässt sich nicht nur einstellen, für welche Ereignistypen (Mensch, Tier, Fahrzeug oder Geräusch) man benachrichtigt wird, sondern auch das Format. Entweder wird nur ein Text sofort und ohne Umweg über die Cloud gesendet, oder erst Text und dann ein Miniaturbild, oder das Miniaturbild wird direkt in der Benachrichtigung angezeigt. Letzteres dauert einen kurzen Moment länger, dafür sieht man sofort, was passiert ist.

eufy-App Kamerabild

Zusätzlich kann eine Ende-zu-Ende-Verschlüsselung aktiviert werden, sodass selbst eufy keinen Zugriff auf die gespeicherten Videos hat. Die Aufnahmen landen in einem verschlüsselten virtuellen Tresor und selbst eine gestohlene microSD-Karte lässt sich damit nicht einfach auslesen. Achtung aber: Wer das Passwort vergisst, verliert die Daten dauerhaft, da eufy es nicht zurücksetzen kann. Das ist eine optionale Funktion, die sich auch nachträglich noch aktivieren lässt.

Mein Fazit zur App: Sie ist gut aufgebaut, aufgeräumt und logisch strukturiert. In meinem Test lief sie flüssig und ohne spürbare Verzögerungen. Die vereinzelt in den App-Stores zu findenden Berichte über Ladezeiten und Abstürze konnte ich in dieser kurzen Testphase nicht nachvollziehen. Das ist allerdings etwas, das sich erst über Monate wirklich beurteilen lässt.

Fazit

Was nehmen wir also mit?

Die eufy C-Series bietet für den Preis technisch einiges. Die C37 ist der richtige Außenposten für alle, die solar und kabellos überwachen wollen und eine 2K-Bildqualität mit aktivem Tracking benötigen. Die C35 ist die flexibelste der drei Kameras, ideal für Mieter, alle, die keine Bohrmaschine benutzen wollen, und alle, die eine Kamera suchen, die innen wie außen funktioniert. Die C31 ist die günstigste und zuverlässigste Option, wenn man dauerhaft aufzeichnen möchte, einen Stromanschluss in der Nähe hat und das Babymonitor-Feature vielleicht sogar interessant findet.

Was man beim Kauf auf jeden Fall wissen sollte: Eine microSD-Karte ist bei keiner der drei Kameras dabei. HomeKit wird nicht unterstützt und die C37 sowie die C35 nehmen nur bei Bewegung auf, nicht rund um die Uhr.

Unterm Strich gilt: Wer ein flexibles, abo-freies Kamerasystem sucht und kein Apple-Ökosystem nutzt, erhält hier solide Hardware zu einem fairen Preis. Mehr als das kann ich nach einem Quick-Check ehrlich nicht versprechen und das ist auch in Ordnung so.

eufyCam C37

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eufyCam C35

Kabellose Überwachungskamera Außen & Innen, Magnetische Halterung, Farbnachtsicht, Lokaler Speicher, IP67 Wetterfest, Solarpanel-Kompatibel, Ohne ABO.

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eufyCam C31

Außen & Innen, 360°-Sicht mit Schwenken/Neigen, Farbnachtsicht, KI-Erkennung Mensch/KFZ/Tier/Weinen, Dual-Antenne, lokaler Speicher, ohne ABO, 24/7-Videos

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