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Samsung bereitet sein bislang umfangreichstes Galaxy Unpacked des Jahres vor. Am 22. Juli 2026 will der koreanische Konzern in London nicht weniger als sechs neue Produkte vorstellen: drei Foldable-Smartphones, die erste eigene KI-Brille sowie zwei neue Smartwatches. Während Samsung mit den neuen Faltgeräten sein Portfolio ausdifferenziert, betritt es mit den Galaxy Glasses ein neues Segment und tritt damit direkt gegen Meta an. Laut mehreren Übereinstimmenden Berichten zeichnen sich zudem höhere Preise ab.

Drei Foldables für verschiedene Ansprüche

Das diesjährige Unpacked dürfte vor allem durch eine Neuerung im Foldable-Segment auffallen: Erstmals bringt Samsung drei verschiedene Faltgeräte gleichzeitig auf den Markt. Neben dem bekannten Galaxy Z Fold 8 Ultra, dem Nachfolger des schmalen, hochformatigen Designs, kommt mit dem Z Fold 8 Wide ein völlig neues Modell mit einem breiteren 4:3-Display, das vor allem für Multitasking und Medienkonsum optimiert sein soll.

Die Gerüchte um das Wide-Modell hatten sich in den vergangenen Wochen verdichtet. Samsung selbst hatte zuletzt mit einem Teaser auf ein breiteres Falt-Design hingewiesen. Das Z Fold 8 Ultra soll hingegen mit einem 5.000-mAh-Akku und 45-Watt-Schnellladung aufwarten, während das Galaxy Z Flip 8 ein iteratives Update mit verbesserter Kamera und effizienterem Chip erhalten dürfte.

Galaxy Glasses: Samsungs Einstieg in die intelligente Brille

Das vielleicht spannendste Produkt des Events sind die Galaxy Glasses, Samsungs erste eigene KI-Brille. Unter dem Codenamen „Jinju“ entwickelt, laufen die Glasses auf Android XR, Googles Plattform für Mixed Reality, und sind tief in den KI-Assistenten Gemini eingebunden.

Laut bisherigen Leaks verfügen die Galaxy Glasses über einen Snapdragon-AR1-Prozessor, eine 12-Megapixel-Kamera vom Typ Sony IMX681 sowie einen 155-mAh-Akku. Die Steuerung erfolgt ähnlich wie bei den Ray-Ban Meta von Mark Zuckerbergs Konzern, per Touchpad am Bügel, Sprachbefehle und integrierte Lautsprecher. Ein Display besitzen die Glasses nicht; sie setzen stattdessen auf Audio-Hinweise und KI-gestützte Assistenzfunktionen wie Live-Übersetzung, Navigation und kontextbezogene Informationen.

Der Marktstart ist für den Herbst 2026 vorgesehen, möglicherweise auf der IFA in Berlin. Der Preis dürfte zwischen 379 und 499 US-Dollar liegen, womit Samsung preislich auf Augenhöhe mit Meta liegt. Für 2027 ist bereits ein zweites Modell mit dem Codenamen „Haean“ und microLED-Display in Planung, wie Notebookcheck berichtet.

Galaxy Watch 9 und Watch Ultra 2: Neuer Chip, erste 5G-Smartwatch

Auch bei den Wearables steht ein umfangreiches Update an. Die Galaxy Watch 9 und die Galaxy Watch Ultra 2 werden voraussichtlich beide mit dem neuen Snapdragon Wear Elite Prozessor von Qualcomm ausgestattet sein. Dieser verspricht eine deutlich verbesserte Energieeffizienz und Leistung gegenüber dem Vorgänger.

Besonders die Watch Ultra 2 dürfte herausstechen: Sie wird Gerüchten zufolge die erste Smartwatch von Samsung mit 5G-Unterstützung sein und über einen größeren Akku verfügen. Laut CNET arbeitet Samsung zudem an neuen KI-Funktionen für Gesundheits- und Fitness-Tracking, die über die bisherigen Messwerte hinausgehen sollen.

Steigende Preise zeichnen sich ab

Ein wiederkehrendes Thema des Events dürften die Preise sein. Gleich mehrere Quellen berichten übereinstimmend, dass sämtliche neuen Produkte teurer werden als ihre Vorgänger. Als Gründe nennen Analysten die anhaltend hohen DRAM-Preise, gestiegene Produktionskosten und die umfangreichere KI-Ausstattung der Geräte.

Das Galaxy Z Fold 8 Ultra dürfte demnach bei rund 2.099 Euro starten, das neue Wide-Modell knapp darunter. Die Galaxy Glasses würden mit schätzungsweise 450 Euro das günstigste neue Produkt der Veranstaltung sein. Ob Samsung die Preiserhöhungen gegenüber den Kunden mit Mehrwert rechtfertigen kann, wird sich nach dem offiziellen Launch zeigen.

Samsung vor seinem bislang breitesten Line-up

Mit dem Galaxy Unpacked am 22. Juli schickt sich Samsung an, das umfangreichste Produktportfolio seit Jahren zu präsentieren. Die neuen Foldables adressieren unterschiedliche Zielgruppen, vom Multimedia-Fan bis zum Produktivitätsnutzer, während die Galaxy Glasses ein komplett neues Segment erschließen.

Die große Unbekannte bleibt der Preis. Sollte Samsung die erwarteten Aufschläge nicht überzeugend begründen können, droht selbst das breiteste Line-up an der hohen Einstiegshürde zu scheitern. Die Konkurrenz schläft schließlich nicht: Auch Apple arbeitet an einem eigenen Foldable, und Meta hat mit den Ray-Ban einen frühen Vorsprung bei KI-Brillen.

Was Samsung am 22. Juli präsentiert und ob die Produkte überzeugen können, werden wir auf dem Event in London sehen. Die Vorzeichen für ein spannendes Unpacked stehen jedenfalls gut.