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Nothing hat heute im Rahmen eines Livestreams gleich zwei neue Produkte vorgestellt: das Phone (4b) als neuen Einstieg in die Mittelklasse und die Ear (3a) als Nachfolger der beliebten Budget-Earbuds. Während das Smartphone mit einem frischen Design, einer neuen Farbvariante und soliden technischen Daten punktet, überzeugen die In-Ears mit innovativen Aufnahmefunktionen und einem verbesserten Klang. Alle Details zu Preisen, Farben und Verfügbarkeit gibt es hier.

Nothing Phone (4b): Neuer Einstieg in die b-Serie

Nothing Phone (4b) in drei Farben (Bild: Nothing)

Mit dem Phone (4b) führt Nothing eine komplett neue Modellreihe ein. Die „b“-Serie soll als günstigerer Einstieg in das Nothing-Ökosystem dienen und sich vor allem an eine jüngere Zielgruppe richten. Das Smartphone kombiniert das Unibody-Design des Phone (4a) Pro mit der Glyph Bar des Standard-4a und schafft so einen eigenständigen Look mit transparentem Rückenteil und sichtbaren Komponenten.

Das Gehäuse besteht aus einem Kunststoffrahmen, der laut Nothing durch ein verfeinertes Finish angenehm in der Hand liegt. Das Smartphone wird in drei Farbvarianten angeboten: Schwarz, Weiß und ein auffälliges Blau, das für frischen Wind in der Farbpalette sorgt.

Technische Daten: Snapdragon und großer Akku

Angetrieben wird das Phone (4b) vom Qualcomm Snapdragon 6 Gen 4, einem im effizienten 4-nm-Verfahren gefertigten Chip. Für alltägliche Aufgaben, Social Media und gelegentliches Gaming bietet der Prozessor ausreichend Leistung. Ergänzt wird er von 8 GB RAM und wahlweise 128 oder 256 GB internem Speicher.

Das 6,7 Zoll große AMOLED-Display löst mit Full HD+ auf und bietet eine Bildwiederholrate von 120 Hertz – für ein Mittelklasse-Smartphone ein ordentlicher Wert. Die Hauptkamera auf der Rückseite löst mit 50 Megapixeln auf und verfügt über eine optische Bildstabilisierung (OIS), ergänzt von einem 8-Megapixel-Sekundärsensor für Ultraweitwinkel-Aufnahmen.

Der Akku fasst 5.200 mAh (in Indien sogar 6.000 mAh) und kann mit bis zu 33 Watt schnellgeladen werden. Das Betriebssystem ist Nothing OS 4.1 auf Basis von Android 16, ergänzt um die KI-gestützte Essential-Space-Funktion. Nothing verspricht drei Jahre System-Updates und sechs Jahre Sicherheitspatches.

Nothing Ear (3a): Kompakte Earbuds mit Überraschungen

Nothing Ear (3a) (Bild: Nothing)

Die Nothing Ear (3a) positionieren sich als Nachfolger der Ear (a) und kosten mit 99 Euro nur zehn Euro mehr als der Vorgänger. Dafür gibt es einige sinnvolle Verbesserungen. Der dynamische Treiber wuchs von 11 auf 12 Millimeter, was vor allem im Tieftonbereich unterhalb von 100 Hz für einen um 5 dB stärkeren Bass sorgt.

Das Active Noise Cancelling (ANC) wurde ebenfalls verbessert: Im Bereich von 400 bis 2.000 Hz dämpfen die Ear (3a) mit bis zu 45 dB und schneiden laut Nothing intern sogar besser ab als die teureren Ear (3). Dank LDAC-Unterstützung und Bluetooth 6.0 ist zudem Hi-Res-Audio mit bis zu 24 Bit und 96 kHz möglich. Ein 8-Band-Equalizer in der Nothing-X-App erlaubt individuelle Klanganpassungen.

Die Ear (3a) erscheinen in vier Farben: Weiß, Schwarz, Gelb und, neu im Portfolio, einem knalligen Pink. Das Ladecase erhielt zudem einen präziseren Batterie-Indikator. Die Akkulaufzeit gibt Nothing mit bis zu 42 Stunden inklusive Case an.

Audio Snapshot und Call Recording

Quelle: Nothing via YouTube-Stream

Die beiden herausragenden neuen Funktionen heißen Audio Snapshot und Call Recording. Der Audio Snapshot erlaubt es, mit einem Druck auf die Earbuds bis zu 60 Sekunden der aktuellen Smartphone-Audioausgabe aufzuzeichnen – sei es aus einem Telefonat, einem Musik-Stream oder einer App. Ein Pre-Recording-Modus hält zudem wahlweise die letzten 15 oder 30 Sekunden im Puffer.

Die Aufnahmen landen zunächst im 32 MB großen integrierten Speicher der Earbuds, bevor sie per Bluetooth an das Smartphone übertragen werden. Nothing bietet zudem einen Transcription-Pro-Service an, der bis zu 120 Minuten Sprachaufnahmen pro Monat verschriftlicht. Das Call Recording zeichnet Telefonate direkt über die Earbuds auf – ein Feature, das in dieser Preisklasse bislang kaum zu finden war.

Laut der offiziellen Nothing-Webseite soll dieses Feature in der „Nothing X“-App laufen. Diese gibt es für iOS und Android und sie wurde bisher hauptsächlich zur Steuerung und Einstellung des Equalizers der Kopfhörer verwendet. Demnach scheint es zunächst so, als sei das „Audio Snapshot“-Feature nicht nur den Nothing-Geräten vorbehalten, ganz eindeutig ist es aber nicht.

Preise und Verfügbarkeit

Das Nothing Phone (4b) ist ab sofort vorbestellbar und kostet 329 Euro für die Version mit 8 GB RAM und 128 GB Speicher. Die 256-GB-Variante ist für 379 Euro erhältlich. Der reguläre Verkauf startet am 17. Juli 2026 bei Nothing und bei Partnern wie Amazon, MediaMarkt und Saturn.

Die Nothing Ear (3a) sind ab sofort im Nothing-Online-Shop für 99 Euro erhältlich. Ab dem 8. Juli liegen sie auch bei Partnern wie Amazon, MediaMarkt, Saturn und Otto. In der Schweiz beträgt der Preis 89 CHF.

Nothing erweitert sein Ökosystem nach unten

Mit dem Phone (4b) und den Ear (3a) zeigt Nothing, dass sich das Unternehmen nicht nur auf dem Premium-Markt, sondern auch in der breiten Mittelklasse behaupten will. Das Smartphone bietet ein durchdachtes Gesamtpaket aus Design (diemal weniger kontrovers), solider Ausstattung und fairem Preis.

Die InEars wiederum heben sich mit innovativen Aufnahmefunktionen von der Konkurrenz ab, ohne preislich auszuscheren. Nothing erweitert sein Ökosystem damit strategisch geschickt nach unten, ob die neue b-Serie neben den etablierten Phone (4a)- und CMF-Reihen nicht für Verwirrung sorgt, wird sich im Markt zeigen.

Wir werden uns die Nothing Ear (3a) auf jeden Fall im Test genauer anschauen, also lasst doch gern ein Abo auf unserem YT-Kanal da, um das nicht zu verpassen.

Die Präsentation als Video